Häufige Fragen 2019-09-02T10:55:29+02:00

Häufige Fragen

Endodontie, Wurzelbehandlung, Wurzelspitzenresektion

In diesem FAQ-Bereich haben wir Ihnen die häufigsten Fragen rund um die Themen Endodontie, Wurzelbehandlung und Wurzelspitzenresektion zusammengefasst. Doch Achtung: Die Antworten gelten ausschließlich als allgemeine Informationen und Ratschläge. Sie können einen Besuch bei uns in der Praxis mit entsprechender Untersuchung nicht ersetzen.

Sollten Sie weitere Fragen haben oder einen Termin vereinbaren wollen, so erreichen Sie uns unter der Telefonnummer 089 471766.

Wie ist ein Zahn aufgebaut?

Ein Zahn besteht nicht aus einem einzelnen Stück, sondern aus mehreren unterschiedlichen Gewebeschichten. Der sichtbare Teil, die Zahnkrone, ist mit dem Zahnschmelz überzogen, der das härteste „Material“ im menschlichen Körper darstellt. Darunter befindet sich das Zahnbein, welches den Hauptbestandteil des Zahns ausmacht. Hier sprechen Zahnärzte vom Dentin. Dieses wiederum umfasst das Zahninnere (die Pulpa), das ein komplexes Kanalsystem mit feinsten Blutgefäßen und Nerven enthält. Die Pulpa durchzieht die Wurzel bis hin zur Wurzelspitze. Im Bereich der Zahnwurzel bedeckt der Zahnzement das Zahnbein.

Mit welchem Teil des Zahns befasst sich die Endodontie?

Die Endodontie (auch: Endodontologie) ist ein spezieller, sehr wichtiger Teilbereich der Zahnmedizin. Sie befasst sich mit den eben genannten inneren Strukturen des Zahns, deren Erkrankungen und Heilung.

Wann benötigt ein Zahn eine endodontische Behandlung?

Wenn beispielsweise eine tiefe Karies vorliegt oder der Zahn einen Riss hat, dringen allerlei Keime in das Zahninnere ein. Eine häufige Folge: eine Entzündung im Zahninneren, also der Pulpa, bzw. des Knochens im Bereich der Wurzelspitze. Derartige entzündliche Prozesse bringen meist starke, pulsierende Zahnschmerzen mit sich.

In diesen Fällen ist eine endodontische Behandlung notwendig. Die Entzündung des Zahninneren kann auf anderen Wegen nicht mehr gestoppt werden.

Warum sollte endodontische Behandlungen nur ein Spezialist durchführen?

Man kann das Wurzelkanalsystem eines Zahns mit dem einer Baumwurzel vergleichen: mikroskopisch sind viele feine Verästelungen erkennbar. Zudem ist jeder Mensch individuell unterschiedlich und kein Zahn gleicht dem anderen – es setzt also ein spezielles, überdurchschnittliches Wissen des Behandlers voraus, damit fachgerecht umgehen zu können.

In der Endodontie gibt es zwar, wie in den meisten anderen zahnmedizinischen Fachbereichen auch, eine von den gesetzlichen Krankenkassen getragene Grundversorgung, die aber auf Grund ihrer Einfachheit selten dauerhaft erfolgreich ist.

Bei Anwendung konventioneller Behandlungsmethoden werden meist nur Teile des oben genannten komplexen Systems erfasst, was auf Dauer zum Misserfolg führt.

Warum ist Dr. Viola Hirsch die richtige Zahnärztin für Endodontie/Wurzelbehandlung/Wurzelspitzenresektion für mich?

Dr. Viola Hirsch ist eine der wenigen Spezialisten für endodontische Behandlungen in München.
Dr. Hirsch hat sich über mehrere Jahre hinweg an einer der renommiertesten Universitäten der USA, der University of Pennsylvania, auf die Endodontie spezialisiert. In ihrer Studien- und Ausbildungszeit hat sie zum einen umfassendes theoretisches Wissen erlangt, zum anderen eine jahrelange praktische Erfahrung rund um Behandlungen am Zahninneren.

Durch die Teilnahme an inländischen und ausländischen Kongressen und Schulungen ist stets dafür gesorgt, dass die Arbeit in der Zahnarztpraxis auf aktuellstem Stand der Wissenschaft erfolgt.

In ihrer Praxis setzt Dr. Viola Hirsch weiterhin auf eine hochwertige technische Ausstattung. So nutzt sie z. B. ein spezielles Endodontie-Mikroskop (OPMI PROergo von ZEISS). Dieses garantiert eine optimale direkte Einsicht in das Zahninnere. Die perfekte Ausleuchtung und Vergrößerung ermöglichen ein sehr präzises und auch sicheres Arbeiten.

Der Umgang mit dem Operationsmikroskop ist grundsätzlich sehr schwierig. Der korrekte Umgang damit bedarf jahrelanger Erfahrung. Dr. Viola Hirsch hat sie.
Weiterhin setzt Dr. Viola Hirsch auf das innovative Röntgengerät VistaVox S von Dürr Dental. Damit lassen sich hochauflösende und gestochen scharfe 3D- und 2D-Röntgenbilder anfertigen, die sich an der menschlichen Anatomie orientieren. Vorteil für Sie als Patient: wenig Strahlenbelastung.

Was ist eine Wurzelbehandlung?

Die Wurzelbehandlung (auch: Wurzelkanalbehandlung) ist eine Behandlung aus dem zahnärztlichen Fachbereich der Endodontie. Sie dient der Erhaltung eines Zahnes, dessen Zahnnerv irreversibel entzündet ist. Diese Entzündung kann sehr schmerzhaft sein.

Früher musste der Zahn in diesem Fall meist gezogen werden. Heute steht Zahnärzten mit der Wurzelbehandlung eine moderne Methode zur Verfügung, den betroffenen Zahn doch noch retten zu können.

Wann wird eine Wurzelbehandlung notwendig?

Dass eine Wurzelbehandlung notwendig wird, zeigt sich an bestimmten spezifischen Symptomen: starken, pulsierenden Zahnschmerzen, die sogar dann auftreten, wenn der Zahn nicht belastet wird. Diese strahlen oft auch in den gesamten Kopf aus, woraus Kopfschmerzen resultieren können. Die Zahnschmerzen gehen oft weiterhin einher mit einer extremen Empfindlichkeit gegen Wärme und Kälte, Klopf- und Aufbiss-Schmerzen bis hin zur „dicken Backe“.

Wie läuft eine Wurzelbehandlung ab?

Generell besteht eine Wurzelbehandlung aus fünf Einzelschritten. Doch Achtung: Da jeder Mensch anders ist, kann die Vorgehensweise variieren.

• Örtliche Betäubung
Als erster Schritt erfolgt eine örtliche Betäubung der betroffenen Zahnregion. Auf diese Weise wird das Schmerzempfinden in diesem Bereich zuverlässig ausgeschaltet.

• Isolation des Zahnes
Mittels eines Gummituchs (Kofferdam) wird der Zahn isoliert, damit während der Behandlung keine neuen, zusätzlichen Bakterien hineingelangen. Danach wird die Karies entfernt und ggf. der Zahn neu aufgebaut.

• Öffnen des erkrankten Zahns
Der betroffene Zahn wird vorsichtig geöffnet. Auf diese Weise werden die Wurzelkanäle freigelegt und für die Behandlung zugänglich gemacht.

• Wurzelkanalbehandlung
Jetzt kommt es zu Schritt vier, der eigentlichen Wurzelkanalbehandlung, bei der zum einen der entzündete Zahnnerv und Gewebereste entfernt und zum anderen die Wurzelkanäle mit Spezialinstrumenten gereinigt und erweitert werden. Dafür nutzt Dr. Viola Hirsch ein hochwertiges Endodontie-Mikroskop, mit dem die Behandlung extrem gründlich durchgeführt werden kann. Dank dieses Geräts kann sie in die Kanäle hineinsehen, mikroskopisch kleine Strukturen vergrößern und natürlich viel präziser und sorgsamer behandeln.

• Füllen der Wurzelkanäle
Im Anschluss folgt der fünfte und letzte Schritt der Behandlung: Die Wurzelkanäle werden mit einem biokompatiblen Füllmaterial versiegelt und der Zahn oben mit einer Kunststofffüllung verschlossen. Eventuell muss noch eine Krone gesetzt werden – dies hängt davon ab, wie stark der Zahn beschädigt wurde.

Welche Vorteile und welchen Nutzen hat eine Wurzelbehandlung?

Mit Hilfe einer Wurzelbehandlung können ernsthafte medizinische Komplikationen vermieden werden – allem voran das Übergreifen der Entzündung auf den Kieferknochen. Zudem kann der natürliche Zahn mit seiner Kaukraft und -funktion durch eine erfolgreiche Wurzelbehandlung erhalten werden.

Gibt es eine Alternative zur Wurzelbehandlung?

Die Wurzelbehandlung ist die einzige Möglichkeit, den betroffenen Zahn zu retten. Es gibt eine Alternative: den Zahn sofort ziehen. Dies ist jedoch nicht die wünschenswerte Lösung, denn durch diese sog. Extraktion kommt es zum Verlust des natürlichen Zahns. Die entstehende Zahnlücke sollte dann z. B. mit einem Implantat geschlossen werden, um Folgeschäden am Gebiss zu vermeiden. Zahnersatz ist jedoch immer aufwändig, kostet Zeit – und Geld.

Wie oft muss eine Wurzelbehandlung durchgeführt werden?

Oft reicht schon eine Behandlung aus, um die Entzündung im Zahninneren zu heilen. Bei stark entzündeten Zähnen kann es sein, dass mehrere Termine notwendig sind.

Was passiert, wenn die Wurzelbehandlung nicht greift?

Sollten die Wurzelbehandlung inkl. eventuelle Wiederholungsbehandlungen (Revisionen) nicht den gewünschten Erfolg erzielen (z. B. weil die Entzündung nicht abheilt oder es zu Komplikationen kommt), so gibt es noch eine letzte Möglichkeit der Zahnrettung: die Wurzelspitzenresektion. Hierbei wird die Wurzelspitze operativ entfernt. Diese Behandlung soll verhindern, dass die Entzündung auf den Kieferknochen übergreift oder die Bakterien in den Körperkreislauf gelangen.

Was sind die Unterschiede zwischen einer Wurzelbehandlung und einer Wurzelspitzenresektion?

Sowohl die Wurzelbehandlung als auch die Wurzelspitzenresektion gelten als Maßnahmen, mit denen ein erkrankter Zahn erhalten werden kann. Zwischen den beiden Behandlungen gibt es zwei grundlegende Unterschiede:

• Zeitpunkt/Reihenfolge der Behandlung
Zuerst erfolgt bei einer Entzündung im Zahninneren die Wurzelbehandlung. Sollte diese nicht ausreichen, so kann eine Wiederholungsbehandlung oder mehrere folgen. Bleibt die Entzündung danach weiterhin bestehen, erfolgt die chirurgische Wurzelspitzenresektion.

• Zugang zur Zahnwurzel
Eine Wurzelbehandlung erfolgt meist durch den Zahn hindurch. Bei einer Wurzelspitzenresektion ist es eine chirurgische Maßnahme, d. h. es wird ein Schnitt am Zahnfleisch gemacht und die Wurzel von der Seite über den Knochen gekürzt.

INFO

Für die hier beschriebenen modernen Methoden – welche zum Teil sehr hohen Behandlungsaufwand verknüpft sind – kommt die gesetzliche Krankenversicherung jedoch nicht auf. Wurzelbehandlungen dieser Art werden auf Basis der privaten Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) berechnet.

 Die individuellen Kosten hängen von der Schwierigkeit und dem damit verbundenen Zeitaufwand ab. Sie bekommen vor jeder Behandlung einen detaillierten verbindlichen Kostenplan, so dass Sie bereits im Vorfeld Kostensicherheit haben. Mit diesen Unterlagen können Sie auch eine eventuelle Kostenerstattung durch Versicherungen abklären.

Die Alternative zur Wurzelbehandlung ist den Zahn zu entfernen. Dabei sollten Sie aber Bedenken, dass eine Versorgung mit Zahnersatz oder Implantaten auch erhebliche Kosten verursacht, welche in der Regel höher sind als die einer Wurzelbehandlung.